Rückkehr nach Hamburg
Im Jahr 2002 ist es so weit: Der Lotsenschoner kehrt nach Hamburg zurück. Enthusiasten, denen es ein Anliegen ist, das maritime Erbe der Stadt zu bewahren, holen das Schiff nachhause an die Elbe.
1995 hatte Schlepperkapitän Harold Sommer den Schoner in Amerika verkaufen müssen. Bereits 2001 hatte es einen Ankaufversuch durch die Stiftung „Windjammer für Hamburg“ gegeben, der allerdings an zu hohen Preisvorstellungen scheiterte.
2002 erwirbt die frisch gegründete Stiftung Hamburg Maritim das Schiff.
An Bord des Frachters MS Rickmers TIYANMIN kehrt der Lotsenschoner am 7. Oktober 2002 nach über 70 Jahren zurück nach Hamburg.
Von 2002 bis 2003 wird das Schiff auf der Werft „Jugend in Arbeit“ in Harburg restauriert. Aus WANDER BIRD wird wieder ELBE.
Noch während der Restaurierung gründet sich der Verein „Freunde des Lotsenschoners No. 5 ELBE“. Am 10. August 2003 – genau 120 Jahre nach dem Stapellauf – wird das Schiff an den Betriebsverein übergeben.
Eignerin ist die Stiftung Hamburg Maritim. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder kümmern sich um Erhalt und Pflege des Schiffes und stellen die Besatzung für Gästefahrten.
Vom City Sporthafen, später vom Sandtorhafen in der Hafencity läuft der Lotsenschoner regelmäßig zu Gästefahrten aus. Zwischen dem Hamburger Hafen und kurz hinter Wedel erleben Mitsegelnde das historische Schiff in Fahrt. Wer mag, kann beim Segelsetzen mit anpacken.
2004 besucht Warwick Tompkins junior, der Sohn des ehemaligen Eigentümers, der an Bord aufgewachsen ist, „seinen“ Lotsenschoner in Hamburg.
Bei Oldtimer Regatten wie „Fyn Rundt“ oder „Kongelik Classic“ ist der Lotsenschoner No. 5 ELBE in den kommenden Jahren ein gern gesehener Gast.
Bei Wettfahrten mit anderen historischen Arbeitsschiffen stellt das Schiff regelmäßig seine seglerischen Qualitäten unter Beweis.
Immer wieder stehen auch Abstecher zur Kieler Woche oder nach Cuxhaven, wo der Schoner einst als Lotsenschiff im Einsatz war, im Törnplan.
Im Rahmen von Ausbildungsfahrten segeln Vereinsmitglieder mit dem Schiff bis nach Dänemark, Schweden oder Norwegen. 16 Frauen und Männer können für längere Fahrten an Bord gehen. Der Großteil der Crew schläft in den ehemaligen Lotsenkojen im Salon.
